Arbeitsschutz mit möglichst wenig Bürokratie

Es ist leider eine Berufskrankheit: Wenn Peter Engels eine Arztpraxis betritt, sieht er sofort, welche Schuhe die MFA tragen, ob die Fluchtwege frei oder die Kanülenabwurfbehälter übervoll sind. Engels unterstützt Arztpraxen und MVZ dabei, alle Arbeitsschutzvorschriften einzuhalten.

Dabei hat er einen pragmatischen Ansatz. Es gibt zwar Unmengen von Vorschriften, die er vermutlich fast alle kennt. Aber damit muss er nicht angeben und die Gesetzestexte muss er auch niemandem als Bettlektüre empfehlen. „Ich versuche, meine Kunden gut zu beraten, damit sie weniger Arbeit mit den Vorschriften haben“, beschreibt er seinen Job lächelnd und erklärt sein Vorgehen. Wenn er einen neuen Kunden kennenlernt, wird erst einmal der Ist-Zustand ermittelt. Gibt es schon einen Sicherheitsbeauftragten, welche Vorschriften werden gut und welche nur teilweise erfüllt?

Gefährdungsbeurteilung

Nehmen wir das Beispiel „Gefährdungsbeurteilung“. Jeder Betrieb, also auch jede Arztpraxis, muss für jede ausgeübte Tätigkeit und jeden Arbeitsplatz eine Gefährdungsbeurteilung schreiben. Wenn man zum ersten Mal jede Tätigkeit auf ihr Gefährdungspotenzial hin begutachtet, kann die geforderte Dokumentation Tage bis Wochen in Anspruch nehmen.

Engels macht es seinen Kunden leichter. Er kennt die typischen Abläufe und Risiken in den Praxen der verschiedensten Fachrichtungen. Deshalb kann er die passenden Dokumentationen für eine Gefährdungsbeurteilung vorschlagen. So wird erfüllt, was gesetzlich gefordert ist – ganz ohne schlaflose Nächte.

Rundumsorglospaket?

Ein Rundumsorglospaket? Engels lacht und spricht davon, dass Vertrauen in die Rechtssicherheit des Pakets tatsächlich Sorgen vertreibt. „Es ist ein gutes Gefühl, wenn man keine Angst vor einer Kontrolle der Aufsichtsbehörden haben muss“, weiß er. In den von Engels betreuten Praxen soll man sich darauf verlassen können, dass eine behördliche Begehung keine bösen Überraschungen ans Tageslicht bringt. Die organisatorische Grundlage dafür ist das von Engels genutzte Arbeitsschutz-Managementprogramm econoMED. „Damit kann jede Arztpraxis alle gesetzlichen Anforderungen erfüllen“, berichtet der Ingenieur.

Allerdings muss nicht jede Praxis das ganz große Programm einkaufen. Gemeinsam wird die individuell passende Lösung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz entwickelt. Je nach Vorwissen und gewünschtem eigenem Engagement können unterschiedliche Bausteine eingekauft werden. Aus Engels‘ Sicht ein riesiger Vorteil!

Einstieg der möglichen Zusammenarbeit ist deshalb eine mehrstündige Bestandsaufnahme. Anschließend weiß die Praxisleitung, wo sie steht und kann eine Entscheidung über den Umfang der gewünschten Unterstützung treffen. Für die Umsetzung brauchen Engels und sein Team „nur noch“ eine kompetente Ansprechpartnerin oder einen Ansprechpartner in der Praxis.

Im MEDI-MVZ Aalen ist Geschäftsführer Wolfgang Fink für die Vertragsgestaltung zuständig, Ansprechpartnerin vor Ort ist MFA Annika Prickler, die auch für die Arbeitssicherheit zuständig ist. Wie sie mit ihrem Team das Thema mit einem Dienstleister im Praxisalltag umsetzt, erfahren Sie in Kürze im Interview mit ihr.

Ruth Auschra

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Elektronische Patientenakte: MEDI plant bundesweite Kampagne zur Patientenaufklärung

Die fachübergreifenden Ärzteverbände MEDI GENO Deutschland e. V. und MEDI Baden-Württemberg e. V. sehen die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) ab Mitte Januar 2025 sehr kritisch. Die digitale Akte sei weder technisch noch strukturell ausgereift. Ein finanzieller Ausgleich für den erheblichen Mehraufwand in den Praxen ist laut Ärzteverbände zudem nicht vorgesehen. Auch über die Transparenz stigmatisierender Diagnosen beispielsweise durch Einsicht in Medikationslisten sollten Patientinnen und Patienten informiert werden. Parallel zur Aufklärungskampagne der Bundesregierung plant MEDI in den kommenden Wochen eine eigene bundesweite Patientenaufklärung in den Praxen.