MEDI-Symposium: „Mein Highlight ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit“

Er ist ein großer Netzwerker und lebt die fachübergreifende Zusammenarbeit: Dr. Markus Klett ist Facharzt für Allgemeinmedizin und Diabetologe, Mitglied des geschäftsführenden Vorstands von MEDI Baden-Württemberg und Vorstand der Ärzteschaft Stuttgart. Vor 16 Jahren hat er das MEDI-Symposium zum Diabetes mellitus ins Leben gerufen. Anfang April findet das achte Symposium in Stuttgart statt, das sich zu einer hochkarätigen Tagung entwickelt hat, die die Bereiche Diabetologie, Kardiologie und Pneumologie eng miteinander verzahnt.

MEDI-Blog: Was erwartet die Ärztinnen und Ärzte zum Thema „Diabetes mellitus – Stoffwechsel – Herz und Lunge“?

Klett: Eine fachübergreifende Fortbildung auf höchstem Niveau mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Prävention, Diagnostik und Therapie. Das Symposium zeigt die ganze Bandbreite moderner, internistischer Therapie aus dem Blickwinkel der drei Krankheitsentitäten mit konkreten Hinweisen zur Umsetzung. Der Praxisbezug ist mir dabei ganz wichtig.

Ein Beispiel zur Behandlung des Diabetes mellitus ist die antidiabetische Therapie unter Berücksichtigung kardiovaskulärer Risikostratifizierung. Das gilt auch für die Differentialtherapie von Herz- und Gefäßkrankheiten und pneumologischen Problemen wie COPD und Asthma.

Das Symposium ist aber auch ein Schaufenster gelebter interdisziplinärer Zusammenarbeit, wie es auch bei den Selektivverträgen in Baden-Württemberg so erfolgreich gelungen ist, die hausärztliche und fachärztliche Tätigkeit zu verknüpfen. Das ist bei uns einmalig.

MEDI-Blog: Was zeichnet diese Fortbildungsreihe für Sie aus?

Klett: Wir haben immer Top-Referenten und mir war von Anfang an ein konsequentes Qualitäts-Moratorium mit Anregungen und Beispielen für die ärztliche Tagesarbeit wichtig. Deshalb findet das Symposium alle zwei Jahre statt.

Ich habe gleich zu Beginn die Kardiologie berücksichtigt, weil Diabetes mellitus auch eine besondere kardiovaskuläre Problematik im mikro- und makrovaskulären Bereich darstellt. Im nächsten Schritt wollte ich die pneumologischen Fragestellungen unter der Gefäßproblematik aufzeigen, beispielsweise bei der pulmonalen Hypertonie. Pneumologie und Kardiologie sind morbiditätsbedingt eng miteinander verzahnt und müssen deswegen zusammen betrachtet werden. Der Diabetes mellitus ist mit seiner Gefäßproblematik der spezielle ‚Vetter‘ der beiden und ist aufgrund pathogenetischer Pfade wie Inflammation auch eng mit den pneumologischen und kardiologischen Fragestellungen verbunden.

MEDI-Blog: Beim Symposium vernetzen sich Diabetologen, Kardiologen und Pneumologen fachübergreifend. Was können sich Ärztinnen und Ärzte konkret darunter vorstellen?

Klett: Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, dass es sich einmal um drei getrennte Gebiete gehandelt hat. Die Trilogie der Krankheitsbereiche führt auf allen Ebenen zu besseren wissenschaftlichen Erkenntnissen, aus denen sich neue Therapieoptionen ergeben. Das ist für die tägliche Umsetzung in der Praxis von großer Bedeutung und führt prognostisch zu besseren Resultaten. Das MEDI-Motto ‚Nur gemeinsam sind wir stark‘ ist für mich eine Grundthese der fachübergreifenden Arbeit.

MEDI-Blog: Was ist Ihre Rolle bei der Veranstaltung und wie sehen die Vorbereitungen aus?

Klett: Ich bin Initiator und Ideengeber. Außerdem bin ich ein Netzwerker und kann meine Verbindungen optimal für das Symposium nutzen. Ein Jahr vorher plane ich die Themen und führe Gespräche mit den Referenten. Ich sehe es als meine Verpflichtung, das Symposium erfolgreich vorzubereiten. Vor Ort moderiere ich die Veranstaltung gemeinsam mit meinen beiden Partnern und Mitverantwortlichen Dr. Norbert Smetak und Dr. Frank Heimann. Wir drei arbeiten schon seit Jahren eng und vertrauensvoll zusammen.

Tanja Reiners

 

Das 8. MEDI-Symposium findet am 5. und 6. April 2019 in Stuttgart statt. Namhafte Experten aus Baden-Württemberg, aber auch bundesweit, sind eingeladen, um in zwölf Vorträgen neueste Erkenntnisse und Ergebnisse aus Prävention, Therapie und neuester Technologie aufzuzeigen und mit Ihnen zu diskutieren. Das Spektrum reicht von der individualisierten Therapie bis zu neuen Behandlungsstrategien.

Infos und Anmeldung finden Sie hier.

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Elektronische Patientenakte: MEDI plant bundesweite Kampagne zur Patientenaufklärung

Die fachübergreifenden Ärzteverbände MEDI GENO Deutschland e. V. und MEDI Baden-Württemberg e. V. sehen die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) ab Mitte Januar 2025 sehr kritisch. Die digitale Akte sei weder technisch noch strukturell ausgereift. Ein finanzieller Ausgleich für den erheblichen Mehraufwand in den Praxen ist laut Ärzteverbände zudem nicht vorgesehen. Auch über die Transparenz stigmatisierender Diagnosen beispielsweise durch Einsicht in Medikationslisten sollten Patientinnen und Patienten informiert werden. Parallel zur Aufklärungskampagne der Bundesregierung plant MEDI in den kommenden Wochen eine eigene bundesweite Patientenaufklärung in den Praxen.