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Ziele

  1. Starke ärztliche Interessenvertretung gegenüber der Politik (Pressure-group)
  2. Überwindung der innerärztlichen Konflikte und Beibehaltung der wohnortnahen hausärztlichen und fachärztlichen Versorgung
  3. gemeinsame Mobilisierung der Nachfragemacht (Bildung von Einkaufsgemeinschaften)
  4. flexible Zukunftsoption und zweite Verteidigungslinie für den Fall der Aushebelung der KVen


Ein wichtiges wirtschaftliches Ziel von MEDI ist, dass die Ärzte endlich eine feste Vergütung in Euro erhalten und die Bezahlung in Punkten abgeschafft wird. Heute bekommen die niedergelassenen Ärzten im Durchschnitt bis zu 30 Prozent ihrer ärztlichen Leistungen nicht bezahlt, weil der Arznei- und Heilmittelbereich budgetiert ist.

Der Wettbewerb wird von der Politik meistens positiv dargestellt. Die Nachteile eines Wettbewerbs im Gesundheitswesen werden aber in der öffentlichen Diskussion verschwiegen oder nicht beachtet. Ein Wettbewerb würde also auch große Auswirkungen auf die Patientenversorgung haben: Wenn die Krankenkassen z.B. nur noch mit einzelnen Ärzten oder kleinen Arztgruppen Behandlungsverträge abschließen (Stichwort Einzelverträge), werden nicht alle Patienten gleich gut versorgt. In diesem Fall müsste der Patient sich bei seiner Krankenkasse erkundigen, mit welchen Ärzten oder Psychotherapeuten und welchen Krankenhäusern seine Kasse einen Vertrag hat. Falls seine Kasse z.B. keinen Vertrag mit seinem langjährigen Hausarzt hat, muss er entweder die Kasse oder den Arzt wechseln. Hinzu kommt, dass kleine Krankenkassen erhebliche Probleme hätten, Verträge für alle ihre Versicherten bundesweit abzuschließen, um diese einheitlich zu versorgen.

Der MEDI Verbund ist, wie schon gesagt, eine Parallelorganisation zu den KVen und wird im Vertragswesen dort tätig, wo die KVen per Gesetz keine Verträge abschließen dürfen (siehe z.B. Integrationsversorgung, hausarztzentrierte Versorgung, besondere Versorgungsformen, medizinische Versorgungszentren oder bestimmte Beratungstätigkeiten). Werner Baumgärtner, Vorsitzender von MEDI Deutschland und MEDI Baden-Württemberg und ehemaliger Vorsitzender der KV Nord-Württemberg, vertritt die Meinung, dass die körperschaftliche Struktur der KVen den Ärzten und ihrer Freiberuflichkeit zunehmend schadet.

MEDI bekennt sich dazu, überholte Strukturen im Gesundheitssystem zu erneuern. Aber nur dann, wenn das Ziel eines reformierten Gesundheitswesens keine sinnlose Umverteilung, sondern der Gewinn einer neuen Handlungs- und Leistungsfähigkeit ist. Dazu zählt die flächendeckende, wohnortnahe medizinische Versorgung, die den Ärzten und psychologischen Psychotherapeuten in überschaubaren Strukturen mit verlässlichen Honoraren eine selbstverantwortliche Tätigkeit ermöglicht – strikt nach den Grundsätzen von freier Arztwahl und Therapiefreiheit. Im Zentrum dieses von MEDI geprägten Gesundheitswesens steht die Behandlung des Patienten – und im Zentrum der Behandlung steht der Arzt. Eine fragwürdige Verteilung von Leistungen oder die Ausgrenzung sozialer Gruppen unter dem Diktat marktwirtschaftlicher Prinzipien kommt darin nicht vor.

Die beste Organisationsform für die ambulante medizinische Versorgung sieht MEDI in Unabhängigkeit und Freiberuflichkeit – eingebettet in fachübergreifende Praxisnetze, Ärztehäuser, Teilgemeinschaftspraxen und in Kooperationen mit anderen Leistungserbringern.

Dafür kämpft MEDI. Mit einer Stimme für die gesamte Ärzteschaft in Deutschland.

 

 

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