Sie befinden sich hier: Home > Aktuelles > Meldungen


Pressemitteilung  vom 19.12.2016


TK und MEDI Baden-Württemberg gehen neue Wege bei der Psychotherapie


Für die rund 1,1 Millionen Versicherten der Techniker (TK) in Baden-Württemberg wird die psychotherapeutische Versorgung ab April 2017 auf eine neue Grundlage gestellt. Eine Vereinbarung mit dem Ärzteverband MEDI Baden-Württemberg bringt nach Einschätzung der beiden Vertragspartner sowohl für die Patientinnen und Patienten als auch für die rund 2.500 Therapeuten im Südwesten deutliche Verbesserungen.

Die TK schafft in Baden-Württemberg mit der Vereinbarung zur "besonderen psychotherapeutischen Versorgung" ein zusätzliches Angebot außerhalb der sogenannten Regelversorgung, die durch die Kassenärztliche Vereinigung (KV) sichergestellt wird. "Lange Wartezeiten auf eine Psychotherapie gehören bald der Vergangenheit an", sagte Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg. Bislang sind Wartezeiten von einigen Monaten keine Seltenheit. In Zukunft sollen Patienten in der Regel nicht länger als zwei Wochen auf einen Termin warten müssen.

Ermöglicht wird die Verbesserung in erster Linie durch neue Modelle bei der Vergütung psychotherapeutischer Leistungen. Während bisher eher Langzeittherapien in dieser Hinsicht attraktiv waren, werden nun kürzere Therapien mit häufigen Arzt-Patienten-Kontakten zu Beginn der Behandlung für die Therapeuten deutlich interessanter. Auch Gruppentherapien wurden finanziell aufgewertet, um möglichst vielen Patienten zeitnah eine Behandlung zu ermöglichen.


Wenn Therapien schneller abgeschlossen werden und sich damit auch die Wartezeiten verkürzen, bietet das für die Patienten neue Perspektiven: raschere Rückkehr ins Berufsleben, kürzere Klinikaufenthalte. "Wenn Patienten schneller Licht am Ende des Tunnels sehen, wird die Gefahr einer chronischen Erkrankung deutlich reduziert", betont Dr. Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von MEDI Baden-Württemberg.
 
Kürzere Wartezeiten werden auch dadurch erreicht, dass die Therapeuten freie Therapieplätze ins Internet einstellen. "Was in anderen Bereichen längst Standard ist, kann nun auch im Gesundheitswesen umgesetzt werden", erläutert Vogt. Aus seiner Sicht bringt das neue Versorgungsmodell besonders für schwer kranke Patienten etliche Vorteile: "Patienten mit großem Therapiebedarf brauchen Ärzte, die gut erreichbar sind und ein ausreichendes Arbeitspensum haben. Deshalb müssen Therapeuten, die an dem Vertrag teilnehmen möchten, mindestens 20 Stunden pro Woche tätig sein."  
   
Zudem haben sich die beiden Partner darauf verständigt, bei den meisten Therapien auf langwierige Genehmigungsverfahren zu verzichten. "Weniger Bürokratie bedeutet mehr Zeit für die Patienten. Diese Zeit können wir optimal nutzen, da nun bei bestimmten Erkrankungen Therapien eingesetzt werden können, die in der Regelversorgung nicht zum Zuge kommen", ergänzt Baumgärtner.
 
Weitere Inhalte der Vereinbarung:

  • Termine zur Vermeidung von Rückfällen können flexibel vereinbart werden
  • Die Wartezeit in der Praxis soll nicht länger als 30 Minuten dauern
  • Für Berufstätige werden Abendsprechstunden angeboten

Anmeldung
 

Banner Auswahl
Karte Wählen Sie
nach oben